COUNSELING mit Dagmar Maria Marth
Beratung + Begleitung
 
 

Ich berate Menschen mit Amputation im Reha- und Inklusionsprozess. Ich begleite Sie und Ihre Angehörigen auf Ihrem Weg in ein neues, erfülltes und erfolgreiches Leben.

 
 

Beratungsdienst für Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, Krankenkassen und Betroffene

Beratung, Begleitung und Training im Alltags- und Freizeitbereich

Austausch

Freizeit

Handycap

Soziales

Zur Person

 
 
„Kein Mensch kann das beim anderen sehen und verstehen, was er nicht selbst erlebt hat.“
 Hermann Hesse
 
photo photo photo

 

„Man muss nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück: es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.“

Rainer Maria Rilke

Meine Geschichte

Nach einem folgenschweren Ereignis habe ich im Alter von 27 Jahren linksseitig Arm und Bein verloren. Ich habe überlebt und mir mein Leben zurückerobert. Ich bin durch tiefe Krisen gegangen. Als ich in der Klinik erwachte, dachte ich: "Wird mich so, wie ich jetzt aussehe, je wieder jemand lieben und werde ich je wieder im Wald spazieren gehen können? Das waren existentielle Fragen. Ich hatte Angst, dass ich allein sein würde. Ich hatte Schamgefühle, wie mein Körper jetzt aussah, ich hatte Zukunftsängste und keine Ahnung, wie mein Leben weitergehen sollte. Ich wusste nur eins, ich will leben! Als ich mich entschied, Hilfe von außen anzunehmen, änderte sich mein Leben gravierend. Schritt für Schritt ging ich aus "dem Tal der Tränen" in ein erfülltes und freudvolles Leben. Ich habe Frieden gefunden in mir und mich so angenommen und akzeptiert, wie ich jetzt bin.

Entdecke die Möglichkeiten

Ich habe geheiratet, zwei wundervolle Kinder geboren, die mich vollkommen annahmen, mehr als ich mich anfangs selbst. Ich habe ein zweites Hochschulstudium erfolgreich abgeschlossen, fahre Auto, schwimme wie ein Delfin, bin ein Handicap Diver ... Ich gehe wieder auf die Bühne und veranstalte mit wundervollen Musikern musikalische Lesungen.

Folge deinen Träumen

Ich folge meinen Träumen, auch wenn die Außenwelt oft sagt, das geht nicht und das geht nicht ... Das sind Projektionen der Grenzen in den Köpfen der anderen. Und es ist so viel mehr möglich als man annimmt, wenn wir uns nur trauen und losgehen für das, was wir uns wünschen, für unser Glück. Wir brauchen Menschen, die uns in unseren Vorhaben unterstützen, nicht solche, die uns blockieren!

Barrieren überwinden

Ich habe begriffen, dass ich die Verantwortung für mein Leben übernehmen muss, indem ich für mich aufstehe und das Unmögliche möglich mache. Ich brauche viel Hilfe und Unterstützung, dass ich mich nicht übernehme und gesund bleibe. Wir sind keine Opfer mehr, wir waren einmal Opfer, aber jetzt sind wir selbst verantwortlich für das einzutreten, was wir leben wollen. Es geht darum, die Barrieren im Kopf zu beseitigen, und um Hilfe und Unterstützung zu bitten, dann ist so viel mehr möglich, als wir annehmen! Es ist nicht einfach, aber es lohnt sich.

Ausbildung

 
 
Laufbahn
Alle Fakten auf einen Blick
 

Ausbildung 

Aktivitäten

Musik
Sport
Stimme
Beratung

Amputation

 
 
Psychische und soziale Folgen
Bewältigungsprozess

Psychische Barrieren nach Amputationen

Amputation wird beschrieben als ein tiefgreifender Einschnitt in das physische, psychische und soziale Leben des Betroffenen und ist damit ein umfangreicher Verlust. Es geht um den Bewältigungsprozess des Ereignisses, wie Menschen den Verlust von Gliedmaßen verarbeiten, in ihr Selbstkonzept integrieren und eine prothetische Versorgung akzeptieren. Der Bewältigungsprozess hängt wesentlich von den individuellen Bewertungsvorgängen ab. („Amputiert an Leib und Seele“, Prothetik 5/00)

Nach meiner Erfahrung sind Menschen mit Amputationen häufig mit den im Folgenden genannten Themen konfrontiert. Die Auseinandersetzung hat das Ziel, sich selbst anzunehmen und das eigene Leben wieder wertzuschätzen. Jeder Mensch verarbeitet das Geschehen individuell und in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren. Dennoch sind diese Themen wiederkehrend.

 

12 Themen zur Bewältigung von Amputationen

1. Akzeptanz des Verlustes von Gliedmaßen

Die eigene Betroffenheit über den Verlust von Gliedmaßen sollte anerkannt und Trauer zugelassen werden. Schmerz und Trauer über den Verlust von Arm oder Bein werden häufig verdrängt. Den Verlust anzuerkennen ist jedoch für den Verarbeitungsprozess notwendig. Nur so gelingt es im wahrsten Sinne des Wortes „Frieden“ mit sich und der neuen Lebenssituation zu schließen.

 

2. Schuldgefühl

Schuldgefühle, den Unfall selbst verantworten zu müssen oder aber dem Verursacher nicht „vergeben“ zu können, können dazu führen, dass der Betroffene in dieser Frustration lebt. Das gesamte Leben ist davon überschattet. Es kann dazu führen, dass er seine Prothese über viele Jahre nicht akzeptiert und nur schlecht laufen kann. Hier ist psychotherapeutische Hilfe notwendig.

 

3. Schamgefühle

Die Scham über das Aussehen des eigenen Körpers nach den Verletzungen, die Scham, nicht mehr leistungsfähig zu sein und den Alltag zu bewältigen wie früher, die Scham Hilfe zu benötigen. Als Folge versteckt der Betroffene diese Probleme, er tut so als wäre alles im Lot, vor sich selbst und vor der Umwelt, um sein Selbstbild aufrecht zu erhalten. Er vermeidet die Teilhabe am Leben, das beeinträchtigt die Lebensqualität enorm. Dazu gehören auch die Themen Partnerschaft und Sexualität.

 

4. Verlust an Selbstwert

Oft erleiden Menschen mit Amputationen einen tiefen Verlust ihres Selbstwerts, wenn sie sich über ihren Körper definieren. Das kenne ich aus eigener Erfahrung und ich habe dieses Thema vor allem bei Frauen immer wieder vorgefunden. Gesellschaftliche Normen und Wertvorstellungen spielen hier eine nicht zu unterschätzende Rolle. Voraussetzung für lebenswertes Leben ist, sich nicht über die Amputation zu definieren, nicht über das erworbene „Defizit“, sondern über das Potential, über das, was wir an Möglichkeiten und Leistungsvermögen zur Verfügung haben. Die Behinderung ist lediglich als ein Merkmal zu sehen. Auch die optimale Versorgung mit Prothesen spielt eine große Rolle (siehe Punkt 11). Das Selbstwertgefühl wird gesteigert, wenn der Betroffene mit einer Prothese wieder so laufen kann, dass es „nicht auffällt“ und aktiv am Leben teilhaben kann.

 

5. Angehörige und Familie

Angehörige sind oft überfordert mit der Situation und brauchen Hilfe. Es ist möglich, dass sie ihre eigenen Ängste und Grenzen auf die Betroffenen projizieren, was wenig hilfreich ist. Es kann dazu führen, dass die Amputierten „überbehütet“ werden oder nicht selbstbestimmt entscheiden. Oder aber die Angehörigen sind mit der Situation überfordert, da sie sich um Behördengänge, Krankenbesuche, Arbeit und anderes kümmern müssen. Auch hier sind Beratungsgespräche oder therapeutische Unterstützung notwendig..

 

6. Reaktion der Umwelt

Alles, was anders aussieht, erregt die Aufmerksamkeit und die Neugier der Umwelt. Die Assoziationen gehören dem Betrachter, wir sind nur „Auslöser“. Wichtig ist nichts persönlich zu nehmen. Betroffene verstecken sich häufig, es quält sie, von anderen angestarrt zu werden. Wir müssen uns mit den Reaktionen auseinandersetzen, um am gesellschaftlichen und sozialen Leben teilhaben zu können.

 

7. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)

Die PTBS können nach einem Trauma in verschiedensten Formen auftreten. Es ist hilfreich, über die Symptomatik Bescheid zu wissen, um gegebenenfalls therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Bearbeiten der PTBS verbessert die Lebenssituation nachhaltig.

 

8. Neue Grenzen anerkennen, Erschöpfungsgefahr

Es müssen neue Grenzen erlernt werden, da die alten nicht mehr „passen“ – nach dem Motto: „Lerne deine Grenzen lieben“. Eine Behinderung bedeutet immer einen Mehraufwand und braucht viel Kraft im Alltag. Ein Versuch, so weiter zu machen wie vor dem Unfall, kann über längere Zeit zu Erschöpfung führen bis hin zur Erschöpfungsdepression.

 

9. Lernen, Hilfe anzunehmen und einzufordern

Da wir vor dem Unfall allein unseren Alltag bewältigt haben, ist es uns fremd, Hilfe für die alltäglichen Verrichtungen zu erbitten. Es ist umso wichtiger zu lernen, Hilfe und Unterstützung anzunehmen. Vielen Menschen fällt das schwer! Es ist jedoch die Voraussetzung für physische und psychische Gesundheit und Gesunderhaltung.

 

10. Neuorientierung und Berufsfindung – Perspektiven aufzeigen

Altes geht oft nicht mehr und es sollte ein Umdenken stattfinden. Es können neue Möglichkeiten im Berufsleben gefunden werden, um zufrieden und glücklich zu sein. (Potentiale entdecken, neue Wege finden, Perspektiven aufzeigen) Es ist von großer Bedeutung, sich nicht in die Vergangenheit zu flüchten oder in Zukunftsängsten zu verharren. Das führt zur Vermeidung der aktuellen Situation und verhindert damit den aktiven Bewältigungsprozess. Das Annehmen der neuen Lebenssituation ist der Schlüssel für eine erfolgreiche und glückliche Lebensgestaltung.

 

11. Akzeptanz und Integration der Prothese

Die Anpassungsphase einer Prothese dauert oft lange und braucht viel Kraft und Geduld. Patienten wissen oft nicht, dass dies ein langwieriger, möglicherweise über Jahre dauernder Prozess sein kann, da der Stumpf sich anfangs immer wieder verändert. Hier können Patienten unterstützt werden, nicht aufzugeben oder nicht an sich selbst zu zweifeln. Schlecht sitzende Prothesen sind zermürbend durch die Schmerzen, die das Laufen verursacht. Der Verlust an Mobilität und damit der Teilhabe am Leben kann Einsamkeit und Isolation zur Folge haben. Eine gut sitzende Prothese ist wichtig für den Betroffenen. Sie lässt die Behinderung in den Hintergrund treten, da man sich dem Leben zuwenden kann und sich als ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft fühlt. Eine gute Versorgung vermindert auch das Schmerzrisiko. Es steigert erheblich das Selbstwertgefühl. Ebenfalls ist es wichtig, dem Patienten klar zu machen, dass die Prothese niemals das verlorene Bein ersetzt, dass diese aber als Hilfsmittel von großem Wert ist. Es können Kosten gespart werden, wenn der Patient lernt, die Prothese anzuerkennen und in sein Leben zu integrieren. Hier sind Informationen, die wir im Internet finden, mitunter sehr verwirrend.

 

12. Relativierung des Verlustes

Dieser Prozess ist davon abhängig, wie der Betroffene den Verlust annimmt und den Prozess der Verarbeitung der Amputation bewältigt. „Frieden schließen mit sich selbst“ und Perspektiven finden erspart viel Leid und bringt neuen Lebensmut.

 

Kontakt

 
 
Neugier geweckt?
Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren!
 

Hinterlassen Sie eine Nachricht

Ich werde Ihre Daten vertrauensvoll behandeln und nicht an Dritte weitergeben.

Kontaktinformation

Telefon
  0176 23764599
E-mail
  D.M.Marth@Gmail.com
 

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:
Dagmar Marth
Turiner Straße 27
13347 Berlin